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Sunday, December 31, 2006

Die Geschichte mit dem BH

Des Rätsels Lösung oder: Wie das passieren konnte.


Es begann in meiner damaligen Lieblingsdisco, dem CULT in Neukirchen. „Damalig“ aber nicht aufgrund dieser Geschichte, sondern aufgrund eines sich wandelnden Musikgeschmacks und einer zunehmenden Leere dieser Discothek. Doch das tut jetzt nichts zur Sache, meine Freunde und ich waren vermutlich wegen Sven Väth da, dem absoluten Gott der Techno-Szene, der in längst vergangenen Zeiten hin und wieder im CULT die Platten drehte. Da sich der Mainfloor im ersten Stock befand, musste man wohl oder übel zuerst den House-Floor durchqueren, was genügend Gäste zum bleiben und zum Genuss des ersten Bieres bewog, anstatt gleich ach oben zu gehen. So auch wir, denn bis Sven endlich auflegen sollte, hatten wir noch ein Stündchen tot zu schlagen.


Diese Fernsehchickse muss das gerochen haben, denn sie sprach mich an, bevor ich überhaupt einen Kameramann entdecken konnte, geschweige denn einen Kabelträger. MTV-Sendung... Gewinnspiel... Geld... soviel kam bei mir an. Geld? Ich bin dabei. Folgendermaßen sollte es ablaufen: Am Anfang der Sendung wird von beiden Seiten ein Einsatz festgelegt. Mir werden drei Fragen gestellt. Antworte ich falsch, hab ich immerhin zwei Joker, was sich praktisch so gestaltet, dass ich aus drei Steckdosen eine auswählen muss. An dieser wird im folgenden eine Säge, ein Tacker oder ein ähnliches Kaputtmachgerät angestöpselt und, falls es die falsche war, auch erfolgreich in Betrieb genommen. Überstehe ich die drei Fragen, bekomme ich die ausgehandelte Kohle, antworte ich falsch und wähle dann auch noch die falsche Dose, bin ich den Einsatz los. Soweit, so gut, das klingt nicht sonderlich gefährlich.


Den Gewinn handelte ich auf 180 Euro hoch – muss sich ja lohnen, schließlich dürft ihr meine Visage filmen. Mein Einsatz sollte ein Autoreifen sein, aber lass mal, wir sind zu fünft und kommen von etwas weiter weg. Ob wir uns auf meinen BH einigen können? Klar – der schien mir das Geld wert zu sein. Da ich schon damals ein ziemlicher Fernsehmuffel war – erst recht, was MTV angeht – sagte mir die Sendung rein gar nichts. Auch den Moderator, der wohl ziemlich bekannt sein musste, hatte ich noch nie zuvor gesehen. Und das solche Fragen auf mich zukommen würden, tja, davon hatte ich am wenigsten Plan: „Wer ist in der letzten Sendung von 'Deutschland sucht den Superstar' ausgeschieden?“


Fuck. Leute, ich hab Abitur, aber keinen Fernseher. Woher soll ich das wissen? Da musste schon der erste Joker ran. Mein BH war längst auf dem mit „Loser“ beschrifteten Holzbrett drapiert worden. Mittlere Steckdose, bitte. Tacker ansetzen... Und scheiße, er funktioniert. Noch etwas Farbe zur Deko – dann durfte ich das Andenken mit nach Hause nehmen. Ob diese peinliche Aktion jemals gesendet wurde, weiß ich nicht – schließlich hab ich keinen Fernseher.

Wednesday, November 08, 2006

SEX!



Bald in der Rainbow-WG.

Thursday, October 26, 2006

Flirten bis der Arzt kommt?

Heute mittag kurz nach dem Aufstehen. Mein Mitbewohner so: "Weißt du was, ich hab heut keinen Unterricht. Mein Prof war gestern bei der Flirtparty."

Achso. Ich hatte mich schon gewundert, wer dieser alte Herr war.

Thursday, October 12, 2006

Danke, Radioleute,

für diese großartige Party. Die Party des Jahrhunderts, würde ich fast sagen, oder zumindest schwer zu toppen in diesem Semester. Ja, die Musikmischung war wild, das hat mich zwischendurch ein wenig geärgert. Sorry, Hetty, fürs dumm anmachen, aber Black ist einfach nicht mein Ding. Danke, Micha, dass du meinen Musikwünsche immerhin dreimal nachgekommen bist. Zur Hölle, dass du danach wieder Hetty ans Pult gelassen hast ;)

Zur Hölle auch mit Martin für seine Fotografiererei. Und ein schade, schade an Christian, weil er zu früh gegangen ist und damit Amsterdam und eine Runde Sportis verpasst hat. Sorry, Karin, dass ich nicht tanzen kann, aber du kannst gut führen. Und schönen Gruß an Tüm, auch du kannst Teil meines Blogs sein, deshalb erwähn ich dich jetzt. Haha.

Jetzt beschäftigt mich nur noch eine Frage : Warum war der 99drei-Special-Cocktail nicht rot, sondern rosa? Ich war enttäuscht. Aber dennoch: Wenn ihr es schaffen solltet, innerhalb der nächsten zwei Monate noch mal so eine Party auf die Beine zu stellen, schieb ich drei Extraschichten. Ehrenwort.

Sunday, September 17, 2006

Ich muss weg aus dieser Stadt

Wer hat mich eigentlich auf die Idee gebracht, ich bräuchte zwischen Praktikum und Semester dringend noch zwei Wochen Heimaturlaub? Ich mein, jeden Tag 11 Stunden schlafen hat seine Vorzüge. Und zu erledigen hab ich ja eigentlich auch genug. Und ich habe die Podcasts vom Deutschlandradio als sehr angenehme Weiterbildungsmaßnahme entdeckt, zumal sie besser unterhalten als jede Talkshow im von mir zumeist boykottierten TV. (Und meine Friends-DVD, Staffel 8, steckt in meinem Laptop fest, den ich am Freitag morgen geschrottet habe und der seitdem auf Heilung wartet. Fällt also auch als Beschäftigungsmaßnahme aus.)


Also, mein Heimaturlaub ist seeeehr entspannend im Moment. Fast zu entspannend, denn ab und zu brauch ich schräge Leute und witzige Partys als Ausgleich. Donnerstag im Studentenclub war ein guter Anfang. Das Wochenende dagegen, nun ja. Problem: Beste Freundin Nummer 1 ist in Erlangen, Nummer 2 dürfte mittlerweile in Down Under angekommen sein. Kommilitonen, die meine Vorlieben in Bezug auf Freizeitgestaltung zumindest ansatzweise teilen, hocken sonstwo in der Republik. Es sind ja noch Semesterferien. Und die Leute, die verfügbar sind, wollen auf den Blackfloor. Gestern war ich deshalb mit meiner Schwester und ihrer Freundin unterwegs – die beiden aufm Blackfloor im Starlight, ich ein paar Meter weiter aufm Rockfloor im Flower Power. Ich dachte mir, hey, in Hannover hat das alleine-weggehen doch auch immer geklappt. Tja. Nach 8 Wochen anderswo zeigt Chemnitz sein wahres Gesicht. Das, was andere längst erkannt haben und ich bisher immer schönreden wollte. Sich mir fremden Leuten unterhalten? Was willst du eigentlich?


Ich hoffe, das liegt nur an den erwähnten Semesterferien, denn meine prä-hannöversche Erinnerung sagt mir eigentlich, ich hätte das Flower Power mal für einen Studentenschuppen gehalten. Zumindest weitgehend. Gestern dagegen hatte ich über 2 Stunden lang überhaupt keine Lust, mit irgendjemandem dort zu reden. Und dann quatscht mich doch einer an, auf ne wesentlich akzeptablere Weise als beim letzten Mal. Erzählt mir nur dummerweise, dass er gerade mit Kollegen feiert, dass er jetzt seinen Facharbeiter hat. Der Zettel mit seiner Telefonnummer klemmt jetzt unter dem nächstbesten Scheibenwischer, den ich beim rausgehen gefunden habe.


Ich will zurück nach Hannover.

Monday, September 04, 2006

Ein Licht am Ende des Darkrooms

Ich war am Samstag auf einer Ärzte-Helden-Sportis-Party und musste bei jedem zweiten Lied an den Herrn Abel denken, der sich hier deshalb ausnahmsweise mal gegrüßt fühlen darf. Ist schon komisch: Ich kenn hier mittlerweile mehr als drei Leute und muss nicht mehr allein weggehen – aber in viereinhalb Tagen geht es wieder heim. Schön schade. Also: Ab Samstag bin ich wieder in Chemnitz. Ich freu mich auf massenhaft Einladungen zu Partys und Drinks!

PS: Wen meine Arbeit interessiert, hier ein erstes Erfolgserlebnis. Da hab ich in den letzten Wochen ganz schön viel Arbeit reingesteckt: Bilder raussuchen, Artikel hochladen, "Schreib mal eben ne Ankündigung für die Filme"... Ist aber nett geworden. Hohe journalistische Leistungen meinerseits sind leider noch nicht zu finden - kommen aber mit der nächsten bzw. übernächsten Ausgabe drauf. Also irgendwann vor Silvester. ;)

Monday, August 28, 2006

Männer...!

Am Samstag war ich in Chemnitz im Flower Power Party machen. Meine beiden Mädels und ein Long Island Ice Tea reichen vollkommen für die posttraumatische gute Laune. Und liebe Männer, mir ist da etwas passiert, was ihr auf keinen Fall nachmachen solltet: Ein Typ wollte meine Nummer und hat seinen Kumpel vorgeschickt. Aua. Armseelig. Das ist nicht nur feige, Jungs, das ist unfair gegenüber der Frauenwelt. Denn so eine Nummer kriegt ja nicht jeder. Da muss man vorher reden, versteht ihr? Denn jeder hat – mehr oder weniger bewusst – ein paar Kriterien, die das Gegenüber erfüllen muss, um die Nummer zu kriegen. Erstens optische, ok, aber das würde der Sache mit dem Kumpel-vorschicken ja keinen Abbruch tun, das ist das geringste Problem. Also reden wir mal von den anderen Kriterien, die sich nur im persönlichen Gespräch ergeben. Ich bin dann hin zu dem Typ, also zu dem echten, und hab ihm mal die Meinung gesagt. Es ergab sich das folgende Gespräch:

Ich: „Sollen wir uns jetzt unterhalten, wie sich das gehört, oder soll ich dich direkt ausfragen?“
Typ (sächselnd): „Frag ruhig direkt, das hab ich früher manchmal gemacht.“
Ich: „Früher, aha. Wie alt bist du denn?“
Typ: „29.“
Ich: „Ahja. Und was machst du so?“
Typ: „Ich bin *irgendeinberuf*, aber ich will mich ab *irgendeindatum* selbstständig machen als Bühnenbauer.“
Ich: „Bühnenbauer, interessant. Was hast du denn für nen Schulabschluss?“
Typ: „Hauptschule.“
Ich: „Ok, dann kann ich dir jetzt meine Kriterien nennen, wenn du willst. Also: Maximal 25, Schulabschluss Abitur, und möglichst kein sächsischer Dialekt. Kannst dir ja jetzt denken, ob ich dir meine Nummer gebe.“

Ja ich weiß, ich bin grausam. Aber ich meine, ich kann es mir erst mal eine Weile erlauben, gemein (oder nennen wir es ehrlich) zu Männern zu sein – als frischgebackener Single darf man das. Bitte keine dummen Kommentare oder Ratschläge. Danke.

Saturday, August 19, 2006

Zeitreise

Ich war bei der Reincarnation Parade. Nur für zwei Stündchen zwischen dem Regen, aber ich war da. Hab mich gut amüsiert. Publikum: 50/50 Hannoveraner Assis (und davon gibt es nicht wenige) und Raver. Und ein paar wenige normal aussehende Leute bzw Mischformen. Hab mich geärgert, dass ich keine Kamera dabei hatte. So müsst ihr mir halt einfach glauben. Es gibt immer noch neongelbe Zelthosen, rosa Plüschstulpen, Mädels mit pinken Haaren und zu kurzen Röcken, Jungs mit blauen Haaren, die sich für zu schön halten, um beim Tanzen ein Shirt anzuziehen, Leute, die aussehen, als wären sie gerade vom Star-Wars-Treffen geflohen, Leute in weißen ganzkörper-Anzügen (ich weiß nicht, wie man die Dinger nennt, aber es hätte nur noch die Gasmaske gefehlt), und sogar einen Kerl im Kuhfell-Kostüm hab ich gesehen. Mann o mann. Ich bin aus dem Staunen/Lachen/Kopfschütteln nich mehr raus gekommen. Tat trotzdem richtig gut, mal wieder die Musik zu hören. Auch wenn ich mir keine bunten Zelthosen mehr anziehe.

Sunday, July 30, 2006

„Willst du nicht noch einen Joint rauchen, bevor du nach Hause fährst?“

Andere Stadt, andere Mentalität? In Chemnitz (oder Mittweida) hab ich sowas noch nie von einer wildfremden Person gehört. Jedenfalls nicht als zweiten Satz. Hab trotzdem dankend abgelehnt.

Auf dem Heimweg bin ich an mehreren Wahlplakaten vorbei gekommen, beschriftet mit folgendem Slogan: „Mit dem Herzen wählst du grün“. Sorry, but I don't. Und selbst wenn ich es täte, was nützt meine Herzens-Stimme, wenn ich auf dem Wahlzettel was anderes ankreuze? Sieger der Herzen, Looser in der Realität. Jaja, wie die deutsche Nationalmannschaft. Sieger im Herzen nützt nix, den Pokal haben andere. Cool fand ich nur, dass der Spruch auch auf Spanisch und Türkisch auf dem Plakat stand.

Saturday, July 29, 2006

Abenteuerlich

Ich war gestern bei chéz Heinz. Beim Flockenpop. Von den Bands hab ich leider nicht viel mitbekommen – nur Mobilé in den letzten Zügen und Delbo. Denn erstens hatte ich keine Lust, schon 20 Uhr loszuziehen und mich bei der Hitze in einen stickigen Kellerclub zu stellen, zweitens, naja, ich hab ne Orientierung wie ein Pflasterstein. Zumindest, wenn ich in ner neuen Gegend bin. Gestern war ich jedenfalls fast bis am Maschsee, bis ich mal auf die Karte geschaut habe (jaja, ich hab jetzt immer eine dabei, um weiteren Horror-Erlebnissen vorzubeugen). Um festzustellen, ich muss umkehren. Und mich wieder zu verfahren. Hab ne Stunde gebraucht, aber viel von der Stadt gesehen. Leider werde ich mir maximal 9 Prozent davon merken können.

Später am Abend habe ich gelernt, dass bei chéz Heinz sich deshalb im Keller befindet, weil obendrüber ein Hallenbad ist. Geil. Besonders, dass dieses Hallenbad auch ein Außenbecken hat... Das läd doch zum Nachtschwimmen ein! Leider – und das hat mir vorher keiner gesagt – geht die Tür, die vom Club nach draußen zum Bad führt, nur in eine Richtung auf. Also, wie wieder rein kommen? Richtig – Zaun. Der ist durchgängig zwei Meter hoch und fast überall mit Stacheldraht bestückt, der Bademeister weiß schon, warum...

So, und bevor ich jetzt wieder baden gehe – diesmal an nen See – möchte ich der HAZ danken. Danke, HAZ. Und meinen Mitbewohnerinnen, die sie abonniert haben. Danke, Mitbewohnerinnen. Ich mach nämlich heut morgen die Zeitung auf und was grinst mich an? „Schwimmen à la carte – die Badeseen der Region im Test“!